Weinreisen
Seit 2001 organisieren wir jedes Jahr mindestens eine Reise, auf der wir unseren Kunden diie Möglichkeit geben Winzer, Weinregionen, die Menschen und Kultur in den Weinländern direkt vor Ort kennenzulernen. Hier stellen wir Ihnen die aktuellen Reiseprojekte vor, aber auch Impressionen der letzten Jahre finden Sie hier.
Weinreise Katharerland 2010
Katharerburgen, Weine des Midi und ein indisches Klo
Wein-Reisebericht vom 4. bis zum 13. September 2010 ins Katharerland
Redakteure Brigitte und Klaus Tiepelmann
Wir treffen unser „Reisevölkchen“ für die Weinreise ins Land der Katharer auf dem Hahn; wir sind 14 Personen. Der Flieger geht gegen 10 Uhr, um 11.30 Uhr sind wir schon in Montpellier, werden mit einem komfortablen Kleinbus über Land gebracht in die Region Pic Saint Loup, wo wir unter Platanen ein gutes Mittagessen einnehmen und den mittelalterlichen Ort Les Matelles besichtigen. Wir fahren durch eindrucksvolle Gebirgslandschaften mit vielen Weinbergen und –feldern. Es wird schon in vielen Lagen „gelesen“, oft mit maschinellen Vollerntern. Wir erreichen unser romantisches Hotel in Lauret, L’Auberge du Cèdre, ein ehemaliges Herrenhaus in landschaftlich schöner Lage mit Park und Pool und großen Terrassen. Im Weingut Cazeneuve, direkt gegenüber, gibt es die erste Probe mit Kellerbegehung, die aber noch nicht so überzeugend ist. Wir erfrischen uns im Pool, weil das Wetter schwül-warm war. Leider kann das Abendessen nicht auf der Terrasse serviert werden, weil sich die Schwüle in schwerem Gewitter löst. Einige sind mit den alten verschachtelten Zimmern und externen Bädern - „jenseits des Ganges“ - nicht sehr glücklich, aber alles ist sauber, renoviert und romantisch. Unser Fahrziel für den Dienstag, 7. Sept. können wir nicht erreichen, da Hochwasser nach Unwettern in der Nacht eine Brücke überflutet hat. Wir fahren statt dessen nach Montpellier zurück und besichtigen die Altstadt.
Am Nachmittag können wir auf verschlungenen Wegen doch noch unser Weingut in Salinelles besuchen, Chateau La Clotte Fontane, die besonders ausdrucksvolle Weine (auch weiße und rosé) machen. Das traditionelle Weingut liegt ganz einsam an einem Hang, von Bäumen umgeben, und wurde erst vor kurzem nach dem Stand der Technik von neuen Eigentümern umgebaut, die alten Keller stillgelegt.
Am Mittwoch fahren wir in die Region Narbonne, um zunächst das riesige Zisterzienser-Kloster L’Abaye de Fonfroide zu besuchen. Da wir erst am frühen Nachmittag eingelassen werden, machen wir in der schönen Landschaft ein Picknik. Die Führung durch das Kloster, eine der größten in Europa, dauert lang und ist ebenso beeindruckend wie anstrengend. Es gibt keine Mönche mehr dort, eine private Familie hat das Kloster um 1900 gekauft und restauriert. Es liegt nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt in einsamer Berglandschaft. Nach dem Klosterbesuch fahren wir nach Rieux Minervois zu der Domaine Homs, ein junges Winzerpaar empfängt uns auf ihrem alten Weingut. Sohn Paul und der Hofhund sind dabei. Wir lernen nicht nur den Keller, sondern auch das „Terroir“ kennen; viele Traubensorten werden ausgebaut und in den Weinen verschnitten, um verschiedene gewünschte Geschmacksrichtungen zu erzeugen. Hier gibt es weiße der Extraklasse und Rosèweine, aber die Roten sind immer die besten. Nach dieser interessanten Probe reisen wir durch das Vorland der Pyrénäen, kommen erstmals an Carcassonne vorbei und erreichen Couiza durch eine Schlucht des Flusses Aude. Wir kreuzen unterwegs auch mehrmals den Canal du Midi und haben Gelegenheit, an einer Schleuse die zweistufige Hebung der Hausboote zu beobachten.
In Couiza bewohnen wir eine große alte Wasserburg, die als Hotel umgebaut wurde, mit einem riesigen Innenhof. Unser Zimmer liegt im zweiten Stock und ist nur über eine ausgetretene Turmtreppe zu erreichen. Die Einrichtung scheint noch aus der Kreuzritterzeit zu stammen, ist aber gemütlich, das Bad modern. Das Essen wird in einem alten Gewölbe serviert. Alles sehr stilvoll auf das späte Mittelalter bezogen eingerichtet: Chateau de Ducs de Joveuse ist ein quadratischer Bau mit vier dicken Ecktürmen. Am Donnerstag, den 9. 9. 2010 besuchen wir die Cité von Carcassonne, eine vollständig restaurierte mittelalterliche Festungsstadt mit zwei Mauerringen, unzähligen Türmen, einer prachtvollen Kirche und vielen Palästen. Schon die Römer haben hier gebaut und gebaut wird noch immer. Es heißt, dass die Cité nach Paris die meistbesuchte französische Stadt sei, wovon wir auch einen Eindruck bekamen. In einem Restaurant der Innenstadt „Le Donjon“ bekamen wir die Nationalspeise Cassoulet serviert, mit viel Bohnen, fettigen Würsten und Entenfleisch. Erholt von der wuchtigen Stadt haben wir uns am Nachmittag in dem Fachwerk-Städtchen Mirepoix, alle Häuser sind auf Holzstempeln gebaut, keiner weiß warum.
Am Freitag besuchen wir weiter südlich einige Burgen der Katharer, allerdings nicht den geplanten Montsegur, den Berg, auf dem die letzten Katharer in den freiwilligen Tod gingen. Man hätte zu weit und zu steil laufen müssen Aber die Burganlage Peyepertuse im Haut Corbières, die wir statt dessen erkletterten, war auch nicht aus Pappe und konnte nur über einen felsigen, steilen Pfad erklommen werden. Ein langgestreckter steiler Felsen war von Ruinen überzogen. Besonders beeindruckend war Burg Queribus, zu der man auch hoch aufsteigen musste, die Hälfte des Weges waren über 250 Stufen. Von oben hatte man einen herrlichen Rundblick, den uns das schöne Wetter auch gestattete. Danach ging es in das weiter südlich gelegene Städtchen Maury, wo wir einen kleinen, sog. Garagenwinzer trafen, der kleine Mengen preisgekrönter Weine macht. Tatsächlich haben wir in einem primitiven Raum, der als Fasslager diente, probiert. Danach waren wir entspannt in einer Strassencafe-Bar, um am Abend fürstlich in einem großen vornehmen Restaurant, „Maison du Terroir“, von einem Spitzenkoch, Pascal Borell, bekocht zu werden. Das Haus handelt mit den Spitzenweinen der Region und war vollständig neu und luxuriös ausgestattet, ein eigenartiger Gegensatz zu den vielen kleinen (Nebenerwerbs-) Winzern.
Am Samstag haben wir diese dann verlassen und sind nach Osten ins Zentrum des Weingebietes Fitou gefahren und haben bei Tautavel und Perpignan zwei Winzer besucht, die u. a. auch Süßweine herstellen, die in Frankreich als Dessertweine sehr beliebt sind. Die Gegend befindet sich aber im wirtschaftlichen Rückgang und viele Weinfelder lagen schon brach, vor allem, weil Regen und überhaupt Wasser fehlt, bedingt durch den Klimawandel am Fuße der Pyrenäen. Ein noch junger stattlicher Winzer – Georges Puig - empfing uns in seinem großen, ererbten alten Haus, wo im Keller noch Flaschen und Fässchen aus dem 19 Jh. lagerten, die Räume ziemlich marode waren, aber von einem vergangenen Glanz erzählten mit alten barocken Möbeln, vergilbten Kronleuchtern, verblassten Teppichen und knarrenden Dielen. Er ist noch Junggeselle und unsere Frauen diskutierten beim Wein viel darüber, ob er wohl je eine Frau finden würde, die dieses Haus nicht abschrecken würde. In einem großen Weingut vor den Toren Narbonnes fanden wir unser nächstes Reiseziel, das Hotel L´Hospitalet, wo wir zwei Nächte bis zum Rückflug am Montag blieben. Der Sonntag war der Besichtigung der Stadt vorbehalten, die durch ihre Nähe zum Mittelmeer mit Verbindungskanälen eine große Bedeutung hatte und viele Glanzlichter historischer Baukunst aufwies, allen voran eine prächtige Kathedrale und ein riesiges Rathaus. Schon die Römer hatten hier eine Stadt gebaut, wie wir an vielen Ausgrabungen sahen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und viele sind ans Meer gefahren. Am Abend wurden wir in das kleine Fischerdorf Bages gefahren, wo wir in einem kleinen Restaurant ein großes Fischessen serviert bekamen. Dazu wurde wieder kräftig Wein getrunken, so dass wir am Montag im Flieger noch mit dem Restalkohol zu kämpfen hatten.
Weinreise Südafrika 2009
Weinhaus Minarski on Tour
17 Tage Namibia & Südafrika vom 06.10. bis 22.10.2009
Die Kommentare zu den * der Hotels und Weingüter sind subjektiv erlebte Eindrücke von den ‚Stichwortgeberinnen’ Bruni, Astrid, Monika und ab und zu mal Margot und Renate
06.10.
Die meisten Teilnehmer der Reisegruppe fahren ab Trier, in Wengerohr steigen Monika und in Koblenz Bruni zu. Und Margot kommt von Düsseldorf aus direkt zum Flughafen in Frankfurt. Wir sind vollzählig. 12, die ausziehen, um Namibia und Südafrika zu erobern. Wenigstens ein bisschen vom Bus aus.
22:40 hebt unser Flieger nach Windhoek, Namibia ab. Während des Fluges ist es sehr kühl und die ersten Erkältungen drohen.
07.10.
Ankunft ca. 9:00 in Windhoek. Während der Fahrt durch die Stadt erfreuen uns viele violettfarben blühende Jacarandabäume.
Ca. 40 km vom Flughafen Stopp beim Supermarkt: für Essen und Trinken vorsorgen.
Die Post gewährt uns Toiletten Asyl, da es die Pizzeria nicht mehr gibt.
Die Teerstrasse endet. Weiterfahrt über komfortable Schotterpiste nach Solitaire; unterwegs Stopp bei den Kupferbergen. Wir sehen viele, teils riesige Nester mit Seidenwebervögeln. Sie werden bewacht von einem kleinen Falken, dem die Vögel eine Wohnung kostenlos zur Verfügung stellen, als Schutz vor dem Plündern durch eine Schlange, die sich auch oft einnistet und auf reiche Beute hofft.
Frust für Wuschel: keiner will Bergkristall suchen;
Solitaire: super saubere Toiletten, toller warmer, frischgebackener Apfelkuchen an fuchsiafarbener Bougainvillea; Bier (irgendwo ist es immer 16:00) und Tankstelle.
Weiterfahrt um 15:00 nach Desert Homestead *:
lauschige Hütte, sehr liebevoll gestaltet mit funzeligem Licht; außerdem gibt es in den Zimmern- Häuschen keine Steckdosen und somit bleibt die ein oder andere Frisur luftgetrocknet. (der Strom wird per Generator geliefert und die Betreiber wollen vor dem Zusammenbruch regelnd eingreifen können).
Beim Essen lausiges Lamm, aber trotzdem ist es ein lustiger Abend, währenddem Wuschel einigen das Kreuz des Südens zeigt. Außer der Lodge gibt es dort nichts, die Sterne können also ohne Konkurrenz strahlend funkeln.
08.10.
6:00 Abfahrt; es wird 6:30, da diverse Damen, Renate und Anne ihre Utensilien suchen. Aber Brille und Kamera sind sicher da, wo sie immer sind. Morgendlicher Stress!!!
Schotterpiste wie üblich, die Bandscheiben jubeln.
Dünen ohne Ende, ein herrliches Farbspiel von Licht und Schatten.
Frühstück an Düne, Wuschel verteilt ‚Nikolauspakete’ von der Lodge. Er im Schneidersitz und wir im Stehen genießen unser outdoor- Frühstück und lauschen der Stille.
Die Düne 45 wird von manchen ganz bestiegen und erobert, von manchen nur halb und von manchen gar nicht. Sie knipsen, teils liegend und schauen sie sich von unten an.
Weiterfahrt nach Sossusvlei. „Freilufttoiletten“ mit Wüstendesign.
Wuschel genießt lachend mit anderen Reiseführern die ‚Fahrkünste’ der Touristen im Wüstensand (durchdrehende Räder).
Wir steigen in „Cabrio- Jeeps“ um und werden in einer abenteuerlichen Fahrt im „Fluss“ gefahren.
Gelbblühende Akazien mit vielen kleinen Vögel, bizarre Bäume, teils wie abgestorben, Eule mit Kindern, elsterähnliche Vögel, Geckos und Oryxantilopen leben hier, wenn der Fluss, wie meist, ausgetrocknet ist.
Henkerfahrt wieder zurück. Josef entgeht – dank Monikas Schwedenkräutern – knapp einer Beinamputation. Doch es sollte nicht seine letzte Blessur sein...
Ca. 11:30 Weiterfahrt auf einer komfortablen Schotterpiste nach Solitaire, wir fühlen uns hier schon heimisch, es ist der zweite Besuch. Es gibt auch wieder warmen Apfelkuchen.
Dann wurde es heavy: 14:30 – 18:30 Höllenfahrt auf einer wüsten Wüsten-Piste. Nach dem Canyon reichlich öde Landschaften.
Wir passieren den Wendekreis des Steinbockes. Wir haben keinen Steinbock dabei, was hätte Wuschel wohl mit ihm gemacht?
Wuschel brettert, Josef versucht auf dem vorderen Sitz neben ihm zu ‚bremsen’. Die Fahrt führt uns durch endlose, traumhafte weiße Dünen zur Walvis Bay. Danach auf einer schönen geteerten Küstenstrasse bis Swakopmund.
Ankunft im Schweizerhaus *:
- Bruni findet keine Steckdose
- Astrid hat ne Badewanne
- lecker, lecker Essen in der Kupferkanne. Abschluss mit flüssiger Feige. Hier entsteht die Idee zum Reisebericht und wird sofort in die Tat umgesetzt.
09.10.
8:00 Abfahrt im Hotel Richtung Walvis Bay. Wir steigen in ein recht kleines Boot um. Eddie ist der Bootsfahrer, der sich nicht nur als Geburtstagskind, sondern auch als ein Glücksgriff entpuppt. Wir starten um 9:00 mit luxuriöser Bootsausstattung, sogar ein ‚underground’ Tö mit Licht haben wir an Bord.
Mit einer Runde Muskateller wappnet er uns und sich gegen die Seekrankheit und es geht los.
Kormorane und Möwen begleiten uns. Wir sehen Flamingos und Robben. Eddie holt Casanova, einen 200 kg Robbenherrn an Bord, der sich gerne füttern lässt.
Aber bis dahin sehen wir noch Pelikane, geschminkt wie Cleopatra. Auch sie kommen auf Zuruf und bekommen ihren Fisch- Lohn.
Zwischendurch leichtes Drama: Josef hält nicht die Klappe. Blut!!! Schwedenkräuter, Pflaster und liebevolle mitleidige Worte bringen ihn wieder auf die Beine.
Wir fahren bis zum Pelican Point an einer Landzunge entlang, die jährlich um 20-25 m wächst. Sie wird von Unmengen Robben bewohnt.
Wir passieren die ‚Robbenkirche’, eine Boje mit Glocke.
Bruni füttert Scotty und schmust. Eddie ärgert die Möwen mit Fisch hinter Glas. Dann dreht Eddie alle PS auf und durchpflügt das Meer, wohl um Delphine anzulocken. Es gelingt. Ganz viele da-da-da-da- Delphine schwimmen mit und um unser Boot.
Vor lauter hingucken, suchen und leichtem Geschaukel wird Maria langsam grün.
Bruni verzweifelt am Unter- und Auftauchen der Delphine, knipsen ist kaum möglich. Der Sucher ist immer woanders.
Eddie sieht einen leichten blauen Schimmer im Hafengebiet. Voraussage, 10:30 scheint die Sonne.
Vorbei an einem vergammelten Verarbeitungsschiff mit einem einsamen Käp’ten, der an Bord von Hammer und Sichel aushält, schippern wir in ruhigere Gewässer.
Eddie tischt auf: Austern, Austern, Austern. Astrid streikt, das stört aber manch andere überhaupt nicht. Das Fleisch ist fest, sie schmecken traumhaft, ein Toast auf namibische Austern mit Sekt. Bruni + Moni opfern sich auch noch für die letzten Austern, wir wollen doch schönes Wetter haben.
Es gibt noch Platten mit: Frühlingsrollen, Hackfleischbällchen, Thunfisch- und Salamibrötchen usw., auch alles von flaschenweise Sekt begleitet. Lecker, lecker!!! Auch Neptun bekommt seinen Schluck ab.
Und zum Nachtisch gibt es noch Rumkugeln. Anne hat den Hauptgewinn: die Kirsche.
(3. Möglichkeit, sie gibt aber immer noch keinen aus)
Mit relativ leeren Platten starten wir heimwärts und bekommen noch Besuch von Teenager Google, dem Quereinsteiger. Er wartet doch keine geöffnete Tür ab, um an Bord kommen zu können. Blitzartiges Deckenraffen, er bekommt die Reste und schießt etwas beleidigt wieder von Bord. Leider hat unsere ‚Kreuzfahrt’ dann ein Ende.
Wir sammeln Wuschel ein, oder er uns und fahren zu der Nationalpflanze von Namibia, der Welwitschia mirabilis. Wir bestaunen 2.000 Jahre Wachstum, es ist ihr nicht anzusehen.
Leider fahren wir einen anderen Weg zurück und Bruni kann die „Baiser-Dünen“ nicht mehr ablichten.
Wuschel führt uns in eine Mondlandschaft, die wir gehörig bestaunen. Josef steht am Abgrund und spielt mal wieder mit seinem Leben.
Rückfahrt zum Hotel: Kaffee, Kuchen, shoppen, Atlantik besuchen …….
Abends hallt ein Freudenschrei durchs Hotel, Bruni kann endlich ihre Haare fönen.
19:00 Treffen im Brauhaus *. Manche finden es zünftig und gut, manche zu laut, ungemütlich mit ewigen Wartezeiten.
Aber der Swakopmunder Spargel schmeckt lecker!!!
10.10.
Fahrt zu Twyfelfontein mit Wanderung zu ca. 5.000 Jahre alten Felszeichnungen, die auch heute noch nicht verwittern. Sehr eindrucksvoll! Man kann sich gar nicht vorstellen, dass zu der Zeit hier schon Menschen etwas nachgebildet haben und wir uns das jetzt noch ansehen können. (leichtes Gruseln?)
Weiterfahrt zum versteinerten Wald, es liegen uralte versteinerte Baumstämme herum. Auffällig darum herum ganz viele Welwitschia mirabilis. Die Pflanzen sind aber erst zwischen 82 und 387 Jahren alt, also Babys gegenüber der zuerst gesehenen.
Weiterfahrt- endlos- Wuschel gibt alles, um uns den ‚sundowner’ in der Vingerklip Lodge * zu ermöglichen. Er und der Bus schaffen es.
Im Vorbeifahren können wir noch sehr viele weiße Termitenhügel bestaunen, teilweise mit eingebautem Baum.
Wir genießen den Sonnenuntergang und die wunderschöne Anlage der Lodge.
Bruni und Astrid sind im ‚Tal’ gelandet und fürchten sich.
Der Tag und der Abend enden, ohne dass Josef auffällig wird.
Lecker Essen, lecker Wein: alles fein.
11.10.
Ausschlafen …… Abfahrt erst um 10:00, wir können es kaum glauben.
Astrid und Bruni haben beide von Löwen geträumt, Astrid bekommt nur ’nen Prankenhieb ab, Bruni wird gefressen.
Angenehme Fahrt, ruhige Teerstrasse, Ankunft in der Taleni Etosha Village * direkt am Eingang zum Etosha Nationalpark ca. 13:15.
Schock 1: Unterkunft!!
Schock 2: Freiluftdusche + Klo mit Aussicht.
Die Gruppe teilt sich auf. Drei ‚Faulenzer’ verbringen den Nachmittag am Pool. Astrid erholt sich.
Neun schwärmen auf Safari aus und erleben Afrika pur und live im offenen grünen 9- Sitzer- Jeep.
Es wurden gesichtet: Zebras, Giraffen, Springböcke jedwelcher Art, Gnus, Antilopen, Elefanten, Strauße, Warzenschweine und sogar ein Löwe.
16:45 Coffeetime im eingezäunten Terrain mit Tischdecke, Saft, Obst, Kaffee, Tee und Cookies. Und Dixiklo.
Danach ein Blick auf ein entspanntes Löwenabendbrot mit Blut usw. Die Schakale lauerten auf die Reste.
Mama Strauß spielt Verkehrspolizist und lotst Töchterchen sicher über die Straße.
Papa Strauß ist mit Sohnemann schon in Sicherheit im Unterholz.
Josefs Meinung: alles war geschlechtsneutral!
Und dann kamen noch die Häschen.
Die Gruppe der Faulenzer hat schon Whisky und Wein intus. Josef von den ‚Fleißigen’ hat den Wein gespendet. Entlastet das Übergepäck.
Abends dann gibt es ein phantastisches Buffet. Selbstausgesuchtes Gemüse und Fleisch wird frisch zubereitet. Diverse Desserts runden das Menü köstlich ab.
Mehr als gesättigt und alkoholisiert versuchen die Mädels die Nacht möglichst angstfrei zu überstehen und den nächtlichen Toilettengang aufs Freiluft Tö zu vermeiden. Das klappt nicht überall.
Morgens um 5:30 werden alle beim Waschen- mehr oder weniger hüllenlos- von der schwarzen Mamba - nein, vom schwarzen Mann mit morgendlichem ‚weck up call’ begrüßt.
Josef vermutet hier ein „betriebsinternes Belohnungssystem“ für gute Arbeit.
12.10.
Abfahrt um 6.45 in Richtung Wasserlöcher im Etosha Nationalpark. Wir haben unglaubliches Glück und dank Wuschels Adleraugen und seiner Erfahrungen sehen wir im Verlauf des Tages praktisch alle Tiere, die hier zu Hause sind: Weißkopfvögel, Perlhühner, Trappen groß oder klein, Geier und den Sekretär (es besteht aber keinerlei Ähnlichkeit zu unserer Prachtsekretärin); Zebras und Springböcke, Antilopen, auch wieder diverse Arten und in großen Herden, den ersten Löwen von Weitem, Giraffen, Elefanten, Gnus, Kudus, Dik-Dik (kleinste Antilopenart, sie bleibt lebenslang monogam).
Nach einer Zeit des Wartens eine ganze Löwenfamilie mit wasserscheuem Papa, badefreudiger Mama und zwei Kleinen. Er steigt ihr nach, aber wegen Desinteresse ihrerseits muss er sich auf kleinen Steinen im Wasserloch umdrehen, und so ganz ohne nasse Pfoten geht das dann nicht ab. Das gefällt dem König der Tiere gar nicht.
Giraffen, Springböcke und viele Zebras warten gottergeben in respektvoller Entfernung bis auch sie trinken können - dürfen.
Eigentlich sind wir uns einig, dass sie alle zusammen in der Übermacht sind, aber in der Tierwelt läuft das anders ab, als wir uns das denken.
Dann noch eine Spitzmaulnashornmama mit Kind, die sich gut getarnt im Dickicht verstecken. Aber Wuschels Augen entgehen sie nicht. Nachdem er uns zur Vorsicht und allzeit zur Abfahrt bereit, getrimmt hat, setzt er elektronische Reiztöne ein, um sie etwas aus der Deckung zu locken. Es gelingt und seine Truppe ist happy.
Über Mittag am Wasserloch eine große Menge Elefanten. Und immer wieder Zebras und Giraffen jeden Alters. Wir wissen jetzt, je dunkler die Flecken sind, umso älter die Giraffe. Eine Elefantenmama mit Kleinem, die uns sehr nahe kommt. Wasserbüffel, Streifengnus, Warzenschweine und sogar noch ein Breitmaulnashorn.
Mal nötig zwischendurch: ein rundes „Duft-Klo“, nur möglich mit Nasenverschluss und Flachatmung.
Wir kommen nach einem langen, reich mit Tiererlebnissen angefüllten Tag und dann noch nach 10 km sehr holprigen Weges durch einen „Wald“ bei einer wunderschönen Lodge an. Der Etosha Aoba Lodge *, absolutes ‚Jenseits von Afrika’ feeling (nur Redford fehlt, wenn man ihn mal braucht …..).
Alle freuen sich auf die Dusche und einen Moment Ruhe, um die Eindrücke wenigstens ein bisschen zu verdauen.
Um 20:00 werden uns vor dem Essen die hilfreichen Geister im Hintergrund vorgestellt. Sie singen uns ein afrikanisches Lied aus dem Damaraland.
Danach gibt es einen gemischten Salat, der Koch war sehr verliebt, es sei ihm gegönnt. Danach stärken wir uns mit Kudusteak mit Knoblauchbutter und Pfeffersoße, Kartoffelgratin, Möhren und Bohnen. Das Mahl endet mit einer Crêpe Suzette mit Eis.
Josef spendiert ‚ne Runde weichen für die Harten und einen härteren im eichenholzgereiften „Nappa“ für die Weichen. Die namibische Antwort auf den italienischen „Grappa“.
Ein Teil der Gruppe hat vom fast edel gedeckten Tisch den Blick in den „Busch“, wo ein kleines Wasserloch angestrahlt ist. Dykers und Vögel vergnügen sich dort. Hörnchen sausen von Baum zu Baum, sehr idyllisch.
13.10.
Abfahrt um 9:00 in Richtung Windhoek. Astrid ist malade und wird von Monika mit Energie-Handauflegen und Fußreflexzonenmassage, von Anne mit frischem Ingwer, von Renate + Werner mit Cola und Salzbrezeln und allen anderen mit lieben Worten und Gedanken aufgepäppelt. Das klappt zeitweise, aber insgesamt ist der Zustand nicht so berauschend. Zum Glück gibt es genügend Toilettenpausen ………, denn auch Afrika tut sich mit Wundern schwer.
Stopp bei dem Cheetah Conservation Found. Teilweise nicht uninteressant, aber insgesamt eher enttäuschend. Bruni und Astrid wollen mit den Cheetahs schmusen und das geht nun gar nicht (das ist wohl eher bei anderen Farmen möglich, besonders mit den Kleinen).
Wuschel bekommt die Krise, weil der geplante Imbiss nicht, wie bestellt fertig ist. Dennoch bekommen alle schließlich etwas zwischen die Zähne, nach den Geparden auch unsere Gruppe. Astrid streikt und labt sich an Tee, soll ja auch gut sein.
Weiterfahrt gegen 15:00, beim nächsten Tö- Stopp war totaler Wasserstreik. Werner wird kreativ und spült die Autoscheibe mit der Gießkanne.
Ankunft in Windhoek gegen 18:45 (Wuschel wollte mit Vollgas zur Familie heim). Vorher nahmen Margot, Bruni und Elisabeth noch die Umplanung des Abendessens in Windhoek in die Hand. Es war Joe’s Brauhaus vorgesehen. Reisführer werden gewälzt, Restaurants gegeneinander abgewogen, Wuschel empfiehlt, ruft an und fragt nach. Zum guten Schluss landen wir in der Kaiserkrone * und sind’s zufrieden.
Alle, bis auf Astrid, die sich lieber mit A-Fe-Kü-Tee (Anis-Fenchel-Kümmel-Tee) von Margot und mit Cola stärkt, und die eine oder andere Salzbrezel genießt. Außerdem muss das Reisetagebuch weitergeführt werden, langsam kehren die Kräfte zurück.
Das Abschiedsessen von Namibia im Gourmet- Innenhof der Kaiserkrone hat alle zufrieden gestellt. Gut gegessen, gut getrunken, kein Koch war verliebt.
Die VIP- Karte bescherte uns zu zweit je ein Flasche Rosé, einige Flaschen verbleiben bei Wuschel; Übergepäck!
14.10.
8:00 Abfahrt zum Flughafen in Windhoek. Nach 2.500 km gemeinsamer Schotterpistenfahrt ein herzlicher Abschied von Wuschel. Franz vermittelt ihm im Bus mit ein paar netten Worten und Umschlag unsere Freude, mit ihm gereist zu sein.
Was erwartet uns danach wohl in Südafrika? Wuschel II gibt es wohl kaum.
Maschine landet und startet mit Verspätung, Zwischenlandung in Walvis Bay.
Dann Empfang durch unsere neue Reiseleiterin Melle und Fahrer Andrew. Zunächst eine deutliche Umstellung, aber im Laufe der Fahrt wird es ein herzliches Verhältnis.
Neuer sehr komfortabler Bus- neue Chance. Melle beginnt gleich uns mit Informationen förmlich zu überschütten. Nach einer Zeit haben wir uns bestens dran gewöhnt.
Fahrt von Kapstadt in Richtung Somerset West.
Zwischenstopp im preisgekrönten, sehr alten Weingut Vergelegen *. Auf besonderen Wunsch von Elisabeth und Franz macht Melle es möglich.
Hier werden vier verschiedene Weine, zwei weiß, zwei rot probiert, Melle übersetzt die Erklärungen. Die Weine überzeugen nicht wirklich. Viel überzeugender dagegen ist der Garten mit uralten Bäumen, unter anderem Kampferbäume; Rosenrondellen, Kräutergarten und wunderschönen Blumenrabatten ….. alles blüht und strahlt uns an.
Mit der Schließung müssen wir leider das Gelände verlassen.
Aber wir werden mit der Ankunft in der Willowbrook Lodge * entschädigt.
Wunderschöne große Zimmer, ebenso das Bad. Auch ein herrlicher Garten mit ‚river’ in der Nähe.
Wunderbares Abendessen und leckerer Wein mit sehr freundlicher Bedienung.
Uns geht es richtig gut, wie eigentlich schon den ganzen Urlaub lang.
Danach gibt Josef eine Kostprobe seines Könnens am Klavier. Wir schweigen und genießen.
In der Nacht stürmt es sehr heftig, gegen Morgen kommt dann auch noch Regen dazu.
15.10.
Wir genießen ein leckeres Frühstück im leider geschlossenen Wintergarten, es regnet noch. Das ändert sich aber bei der Abfahrt um 9:30 in Richtung Hermanus.
Zwischenstopp am stony point:
- Besichtigung vieler Pinguine,
- it smells shitty, it was stormy,
- very süße Pinguine in jedem Alter- Küken- Mauser- oldies
nächster Zwischenstopp: Kaffeepause im botanischen Garten.
- Josef + Werner trinken Bier, irgendwo ist immer ….
- tolle Flora
- Astrid ist wieder so weit, dass in den Blumen- Knips- Rausch kommt, wir freuen uns mit ihr.
Wunderschöne Fahrt an der Küste am sehr bewegten Atlantik entlang.
Uns wird von oberhalb von Hermanus ein erster Blick auf die Wale geboten und wir sichten sie.
Ankunft im Windsor Hotel *, na ja …. Aber Toplage, direkt am Meer, die Wale vor der Haustür, als braune Bretter von Monika in ca. 20 Fotos festgehalten (teils gelöscht).
Wir legen uns auf die Lauer und sehen kleine Dreiecke (Haie?) und braune Bretter und die Anfänge einer Flunke. Es wird wie verrückt geknipst.
Die Gruppe teilt sich auf. Die vier Mädels gehen essen, und dann einkaufen … leider machen die Läden um 17:00 zu.
Und nun will Monika noch einen springenden Wal sehen und wird als unverschämt beschimpft. (ihr Kommentar: wieso? Wale springen doch gerne).
Und kaum wieder am Wasser angekommen springt der erste Wal. Bruni gerät in Wal-Foto-Stress. Tasche und Wasserflasche fliegen durch die Gegend, aber der springende Wal ist im Kasten. Monika behält den Walüberblick, Flosse rechts, Flosse links … Margot und Astrid reihen sich zu den Knips- Profis ein.
Das alles wird untermalt, man glaubt es kaum, von „O Sole Mio“, „Santa Luccia“, immer im Ton leicht daneben, drei afrikanische „Tenöre“ geben ihr Bestes, aber die Pudelmütze bleibt leer.
19:00 Cocktail im ‚Cubana’, danach Abendessen in einem zugigen lauten Restaurant * - Junks haben sich vorher separiert (wussten sie’s?).
Wir warten etwas auf unser Essen, das aber dann gut ist. Am Schluss wieder lange Rechnerei ….… die ewige gemeinsame Rechnung.
Späte Heimkehr, bei einigen werden die Heizkörper angeworfen.
16.10.
Abfahrt um 8:00 entlang der Route Western Cape. Eine wunderschöne Strecke entlang des Meeres in herrlichen Farben, mit tosenden Wellen und Gischt.
Danach geht es durch den „Frauenpass“ auch hier ist die Fahrt beeindruckend. Tiefe Schluchten, durch den Frühling leicht grünlicher Überzug an den Hängen und die Prothea ist auch hier überall zu finden.
Stopp mit Kaffee, getrockneten Früchten und Nüssen in Ladysmith.
Weiterfahrt zum Cango Cave - hier warten die bestellten Sandwiches schon.
Neun steigen in die Höhle ein, drei ‚schweigen’ faul in der Sonne …. wer’s denn glaubt.
In der Höhle: im „Konzertsaal“ - 30 Jahre zu diesem Zweck benutzt- singt uns Melle eine Arie, um die hervorragende Akustik zu demonstrieren. Wir sind beeindruckt von der Akustik und Melles Stimme. Fachkundige Führung (ca. 1 Std.) und am Schluss singt die afrikanische Führerin die südafrikanische Nationalhymne.
Weiterfahrt zu einer Straußenfarm in Oudtshoorn. Ein Schlenker durch Oudtshoorn wegen der schönen alten Straußenpaläste und Häuser. An der Farm viele Oldtimer von Neuseeland, Australien, GB usw. ….
Besichtigung der Staußengehege, wir lernen viel über die verschiedenen Straußenarten und, dass sich ein Erwachsener auf Straußeneier stellen kann.
Josef reitet auf Sonja und Anne versucht es auch erfolgreich.
Wettrennen zwischen Whisky und Speedy Gonzales, letzterer gewinnt.
Weiterfahrt über die spektakuläre Passstraße zum Eight Bells Mountain Inn *.
Akzeptables Essen in edler Umgebung. Danach noch einen Drink vor dem Kamin, wo Josef wieder ein Klavier entdeckt und es diesmal malträtiert, meint Monika. Lag wohl am Klavier.
Insgesamt – totale Bilderflut und wunderschöne Motive.
17.10.
8:00 Abfahrt Richtung Stellenbosch.
Stopp: Mosselbai, wir sehen den indischen Ozean mit Klippschliefern und toller Brandung. Und zum Abschluss noch mutige, muskulöse Klippenspringer in Menschenform. Manche können sich kaum satt sehen.
Weiterfahrt zu einer Aloe Care Farm zum Kaffeetrinken, Informationen und Schönheit- und Gesundheit kaufen, sogar für Hunde.
Erster Fotostopp in Swellendam, Foto vom Magistratshaus. Weiterfahrt nach „Heidelberg“, Fotos vom Postoffice, Hotels und diversen anderen schönen Häusern.
Fahrt durch traumhafte Landschaften, mit vielen roten Bischöfen und gelben Wasservögeln. Außer Melle sieht sie leider kaum jemand …..
Fahrt durch Worcester mit Rücken-, Hüft- und Beckengymnastik.
Melle läuft zur Hochform auf: Foto rechts, Foto links, Foto rechts, ……wunderschöne Häuser im kap-holländischen und viktorianischen Stil.
Danach Pause in der ‚Prärie’ mit Bäckerei und Möglichkeit zur Weinprobe.
Melle drängelt, aber wir sind im Sitzstreik, nach 10 Minuten brechen wir ab …..
Weiterfahrt zum Weingut ‚Uitkyk’ * durch einen Tunnel und schöne Landschaft. (noch eine Passfahrt wäre aber auch super gewesen- fiel der Zeitnot zum Opfer)
Kellerführung und Weinprobe- zigmal besser als bei Vergelegen!!!
Anschließend noch grandiose Brandyprobe mit super leckeren Walnusspralinen. Diverse Flaschen wechseln den Besitzer. Und die Pralinen stehen auch noch auf dem Programm, Melle weiß, wo man sie bekommt.
Sehr lustige Weiterfahrt (nach der Wein- Brandy- Probe kein Wunder), vorbei an Frauen- und Freudenhäusern zum Devon Valley Hotel *. Wunderschön oben auf einem Hügel gelegen.
Empfang mit hauseigenem Rosé (wir sind übrigens überall mit leckeren Säften o.ä. empfangen worden).
Wunderschöne Zimmer!!! Heiße Duschen!!! Herrlicher Ausblick!!! Und endlich mal ein Stündchen Zeit!!!
Sehr gutes leckeres Abendessen mit köstlicher Amarula Crème brûlée.
18.10.
9:00 Abfahrt nach Stellenbosch rein. Kurzer Fotostopp und Shopping. Wir Banausen (fast alle) lassen das interessante Museum - wie sah es hier früher aus - einfach links liegen. Aber Bruni schafft den Baumarkt doch nicht mehr. Astrid geht verloren und wird wieder gefunden.
Weiterfahrt nach Boschendal mit Mittagsrast draußen unter einer uralten Baumallee. Eine wunderschöne Atmosphäre und so schmecken uns unsere Kleinigkeiten gleich noch besser.
Weiterfahrt nach Franschoek mit Fotostopp und Pralinen- Einkauf; der Ort ist französisch angehaucht, sehr schön. Ein ganz anderes Ambiente als in Stellenbosch.
Fotostopp: Hugenottendenkmal/ Fleur de Lille.
Weiterfahrt zum Weingut Fairview * in der Nähe von Paarl. Unterwegs Stopp am Nelson Mandela Denkmal und Gefängnis, wo er die letzten acht Jahre seiner Haft verbracht hat.
Weinprobe mit diversen, meist Ziegenkäsesorten im völlig überfüllten, rummeligen Weingut (es ist Sonntag), 100.000 Leute, laut, guter Käse und Weine z.T. trinkbar.
Leider verkrümelt sich der Weingut Mitarbeiter nach dem Einschenken immer wieder.
Fazit: eine Weinprobe, die nicht so viel Spaß gemacht hat. Draußen eine schöne Gartenanlage.
Fahrt durch Paarl mit Fotostopp an Kirche und Haus (Schattenfoto von Bruni).
Weiterfahrt zum Taal- Monument der afrikanischen Sprachen, erbaut 1975. Ein toller Rundblick von dort auf die Drakenberge und den Tafelberg ‚mit Halstuch’.
Das Gelände mit dem mehrteiligen Denkmal ist beeindruckend, berührend und nachhaltig. Melle erklärt uns die Bedeutung sehr engagiert und demonstriert uns drinnen die gute Akustik mit: Should auld acquaintance be forgot, (nehmt Abschied Brüder, ungewiss) es berührt uns, auch Melles Stimme.
Rückfahrt nach Stellenbosch mit Shopping, allmählich muss alles erledigt werden, bei manchen entwickelt sich leichter Druck. Bummeln, mit Treffen im Wijnhuis * zwecks Abendessens. Schönes Ambiente, gutes Essen, gute Stimmung!!!
Um 21:00 holt uns Andrew wieder ab und fährt uns ins Hotel.
Private Party bei Löcherbachs: ein Teil der G(T)ruppe vernichtet Wein, um das Übergewicht im Rahmen zu halten!!!
19.10.
9:00 Abfahrt. 9:30 Weinprobe im Gut Neethlingshof * – erstaunlich, der Wein schmeckt schon wieder!!! Wunderschönes Haus und Anlage. Es gibt einen Dessertwein „Maria“, den Josef natürlich vernaschen könnte und wird.
Weiterfahrt nach Kapstadt.
Fahrt auf den wolkenfreien Tafelberg, besser könnte das Wetter nicht sein. Ohne Monika, sie mag keine Gondeln in der Luft und schon gar keine, die sich auch noch drehen.
Toller Ausblick, schöner Spaziergang unter Melles Anleitung. Nach einem kurzen Imbiss dort oben, mit der Kabinenbahn Rückfahrt zu Monika.
Für Astrid war es dort oben lecker warm, für andere schon zu heiß.
Fahrt zurück nach Kapstadt zum bunten ‚Malaienviertel’. Wunderschön, wenn sich Lebensfreude auch in Farbe ausdrückt. Ein kleiner Bummel durch das farbbewegte Viertel.
Fahrt ins Hotel Adderley *. Wir bremsen Melles Besichtigungseifer aus und beschließen, nach einer kleinen Pause im Hotel, alleine zur Waterfront zu fahren.
Die Festplatten unserer Gehirne sind allmählich voll, die vielen Erlebnisse zeigen Wirkung. Wir genießen eine 2stündige Ruhepause. Körper und Geist können sich etwas erholen.
17:00 fahren wir mit zwei Taxis an die Waterfront und schwärmen aus ….
Leckeres Essen, leider teuer, aber in vorderster Sitzfront und vom immer lächelnden Ober bedient. Bruni und Monika gönnen sich Austern und Lobster, dazu für alle La Motte Wein. Lecker!!! Astrids Babychicken entpuppt sich als Riesenadler nach einem Absturz, also ziemlich platt. Und der Hummer war gegrillt.
20.10.
8:00 Abfahrt. Vorher singt die ehemals Edelweiß nun Palaver–Reisegruppe dem Geburtstagskind Astrid ein Geburtstagständchen und es brennt nur ein Lichtlein.
Melle schließt sich im Bus mit noch einem Lied an.
Fahrt vorbei am Stadion, das bis Dezember 09 noch fertig werden soll!?!?
Entlang der Küstenstraße geht es bis zum Kap Point Lighthouse - unterwegs immer wieder Fotostopps für wunderschönste Ansichten, Andrew ist sehr stopp-bereit, wunderbar.
Kaffeestopp an der südlichsten Würstchenbude. Schöne Shops und Flohmarkt. Monika findet ihr Malachit-Kästle und Bruni fängt zwei Perlhühner aus Holz ein, das geht einfacher.
Vom Point Lighthouse fahren wir mit einer Schienenbahn, diesmal mit Monika, hoch zur Aussichtsstation.
Ein überwältigendes Panorama bietet sich uns dar. Aber es bläst uns fast weg. Leichtgewichte wie Astrid sind stark gefährdet. Melle fotografiert hinter der Mauer mit vollem Einsatz ihre Blümchen, das hält wiederum Monika im Bild fest.
Weiterfahrt zum Kap der guten Hoffnung – windumtost - mit den obligatorischen Fotos, jeder mal.
Astrid wird umgeweht, ich sagte es ja schon, manchmal sind ein paar Kilo mehr doch ganz gut (wer schreibt hier?).
Überraschungspicknick mit Geburtstagsschampus und -ständchen von Melle-superschön. Wir genießen es, ein Geburtstagskind in unserer Mitte und viel Spaß zu haben!!!
Weiterfahrt und Fotostopp in Simonstown mit Hafen, vom Militär eingezogenem Hund als Denkmal, ausgestopftem Wal und Flohmarkt, wir brauchen kaum noch was.
Es geht wieder zu einem Weingut Constantia * zur Weinprobe und anschließendem Kaffeetrinken mit sehr leckerem hausgemachtem Käsekuchen. Der stellt sich allerdings sehr schnell als doch etwas zu massig und gehaltvoll raus. Wir rollen zum Bus …. Und dann zum botanischen Garten in Kirstenbosch - eine schöne Anlage - die Käsekuchenfraktion rollt weiter.
Nächster Überraschungsstopp: Diamonds are a girl’s best friend!!! Nach dem Genuss von Schampus und Einführung in die Diamantenverarbeitung kribbelt es einigen in den Fingern.
Astrid und Bruni machen ernst und schlagen zu. (sinnigerweise bei fast ähnlichen Ringen, mal in Weiß- mal in Gelbgold; mal zwei Reifen, mal einer).
Glückwunsch!!!
Mannschaft mit ‚Funkelmädchen’ fahren zurück ins Hotel.
Schnell, schnell, kurzer Wasch- und Umziehstopp, Andrew fährt uns zur Waterfront.
Im Restaurant „Den Anker“ * ist ein Tisch bestellt. Leider zu laut, bald geht ne Gruppe, dann wird es besser, diese Gruppen ....
Wir genießen zwei Flaschen vom Haus (wir bekamen einen anderen Tisch, als gewünscht) und dann zwei weitere vom Geburtstagskind und dann diverse ohne triftigen Grund. Das Essen ist prima, die Stimmung auch an unserem letzten Abend.
Und auch ohne Jazz klingt der Abend harmonisch auf der Terrasse des Hotels aus.
21.10.
Gemütliches Frühstück ohne Hetze, das tut gut. Strategisches Kofferpacken mit Waage (im Zimmer!!), zwecks Übergewichtsreduktion bleibt das ein oder andere Kleidungsstück zurück. Löcherbachs erhöhen das Handgepäck bis zur Schmerzgrenze; nicht noch einmal zuzahlen!
Statt 11:00, 11:45 Abfahrt zum Flughafen am Diamond Geschäft vorbei, Brunis erweiterten Ring abholen.
Vorher gab es leichte Unstimmigkeiten wegen zweier Taxirechnungen.
Im Flughafen hilft Melle bei der Zollbehörde wegen der Mehrwertsteuer. Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Im Bus hatte Franz ihr schon unseren Dank für ihr engagiert vermitteltes Wissen und die liebevolle Begleitung mit ein paar passenden Worten und dem Kuvert übergeben. Die weiteren Wege gehen wir allein.
11:45 ab Hotel Adderley Kapstadt
15:15 ab Kapstadt
16:15 an Walvis Bay
17:30 ab Walvis Bay
20:10 ab Windhoek
05:45 an Frankfurt
Ab Frankfurt geht es uns wie den zwölf kleinen Negerlein. Als erstes fährt Margot in eine andere Richtung, da waren es nur noch elf.
Elf kleine ……….. fahren bis Wengerohr, da steigen Bruni und Monika aus, da waren es nur noch neun.
Neun kleine ……… zerstreuen sich in Trier in alle Winde, bis wir uns hoffentlich alle im Weinhaus Minarski mal wiedertreffen, denn irgendwo ist immer 16:00 …….. auch in Trier, vielleicht nur nicht so oft.
Wir danken unserer (un) freiwilligen Sekretärin Astrid und dem Palaver-Team.
Wir danken Wuschel und Namibia.
Wir danken Melle, Andrew und Südafrika.
Und nicht zuletzt auch Elisabeth und Franz und der Fa. Scharff,
die uns den Weg zu diesen unvergessenen Erlebnissen organisiert haben.
Last not least danken wir Monika,
die diese Reiseeindrücke in eine für alle lesbare Form gebracht hat.
Weinreise Bordeaux 2001
Wir reisten nach Bordeaux...........
Es sollte eine informative und dennoch gesellige und gemütliche Reise in die Weinbaugebiete rund um Bordeaux werden. Nehmen wir das Ergebnis vorweg: es wurde genau die Reise, die weltbekannte Châteaus im Besichtigungsprogramm hatte, aber auch den kleinen traditionellen Winzer nicht vergaß; die Zeit für einen Strandspaziergang und für Shopping enthielt und abends in kleine entlegene Restaurants führte, die sonst nur der Insider kennt.
Am Dienstag, den 22. Mai gingen ca. 25 Kunden mit uns auf die Reise, die zunächst nach 1000 km Weg bei St. Emilion ihr erstes Ziel erreichte. Dieses sehenswerte Städtchen voller Historie, Bilderbauchlandschaft und -leider allzu teurem - Wein vergnügte uns am Mittwoch. Ganz in der Nähe - im Entre Deux Mers-Gebiet - besuchten wir dann noch die Herren Despagne auf Château Tour de Mirambeau, die uns in gewohnt gastfreundlicher Weise empfingen. Bereits auf dem Weg zu unserem Hotel im Médoc begann das, was zum Abschluß der Fahrt 25 Freunde zurückkehren ließ. "Wer auch einen Vornamen hat, kann mit mir trinken", war die gruppendynamische Entwicklung, die in dieser Stunde im Bus vor sich ging.
Unser Hotel war ein kleines und einfaches Hotel, das wir fast alleine bewohnten, sodass die nächtlichen sitzsamen Trinkgelage ohne größere Lärmbelästigung abliefen - bzw. abgelaufen wären, wäre da nicht James, der Alterspräsident, auf den das vereinte Europa kennzeichnenden Einfall gekommen, am letzten Tag frühmorgens um 6 Uhr deutsche Ohren mitten in Frankreich durch den Weckruf einer englischen Fregatte aus dem Schlaf zu schrecken.
Noch war ich allerdings bei der Reisebeschreibung. Der Donnerstag war auch in Frankreich ein hoher Feiertag; dennoch hat uns Herr Fauchey, der Eigentümer von Château Lafon, in sein Weingut eingeladen und uns ein Schmuckstück eines kleinen Winzerbetriebes im Médoc vorgeführt. Am schönsten war dabei noch der Spaziergang durch die Weinfelder, bei dem er über das Alter seiner Reben, den Schnitt, das Spritzen, das Erkennen der Rebsorten und vieles mehr plauderte. Übrigens lernten wir nicht erst dabei den Vorteil schätzen, dass mit Christian Musser ein Elsässer mit von der Partie war. Er konnte - und es machte ihm sichtlich Spaß - das Dolmetschen doch deutlich besser übernehmen, als wir mit unserem Schulfranzösisch.
Der Höhepunkt der Reise waren sicherlich die Château-Besichtigungen am Freitag. Die Häuser Lynch-Bages und Palmer strotzen vor Eleganz und empfingen uns kleine Gruppe dennoch mit einer fantastischen Freundlichkeit. Château Maucaillou hatte sein Besuchsprogramm ein wenig (zu) touristisch aufgebaut. An diesem Abend war der kulinarische Höhepunkt: das Essen auf der "Entenfarm".
Am Samstag ging´s zum Shopping nach Bordeaux, wobei wir mit einem Naserümpfen feststellen mussten, dass auch die Franzosen samstags ihre touristischen Einrichtungen schließen; so war ein Besuch im Maison du Wein leider nicht möglich. Aber die Stadt hat noch soviel mehr zu bieten, dass wir keine Langeweile bekamen.
Leider ging dann auch diese Reise ihrem Ende entgegen. Am Sonntag früh sorgte die Überfahrt mit der Fähre über die Girondemündung bei herrlichstem Wetter für Wehmut und Genuß; aber dann folgten lange Stunden der Busfahrt nach Hause; allzu schnell gingen die Gedanken schon wieder in Richtung Alltag, die Handys klingelten deutlich häufiger. "Wo reisen wir denn im nächsten Jahr hin"? war die häufigste Frage. Wer wollte jetzt noch zweifeln, dass die Reise gelungen war?




